Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Projekt „Bürger messen ihre Bäche selbst“.
Allgemeines
Was ist messpegel.de?
messpegel.de ist eine Plattform zur Darstellung von Wasserständen an kleinen Bächen und Gewässern. Die Messstellen werden von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Schulen, Feuerwehren und weiteren Partnern aufgebaut und betrieben.
Warum gibt es diese Webseite?
Viele kleinere Bäche verfügen über keine amtlichen Pegelmessstellen. Gerade diese Gewässer können bei Starkregen innerhalb kurzer Zeit stark anschwellen und lokale Überschwemmungen verursachen.
Sind die Daten amtlich?
Nein. Die Messstellen werden zivilgesellschaftlich betrieben. Die angezeigten Werte dienen der Information und Orientierung. Für amtliche Hochwasserwarnungen sind die zuständigen Behörden verantwortlich.
Messdaten
Wie genau sind die Messwerte?
Die eingesetzten Sensoren messen den Abstand zur Wasseroberfläche mit hoher Genauigkeit. Im Normalbetrieb liefern die Messstellen zuverlässige Messwerte. Vereinzelt können jedoch äußere Einflüsse wie Eis, Treibgut, Spinnweben, starker Niederschlag oder technische Störungen zu fehlerhaften Messungen führen. Solche Ausreißer werden in der Regel schnell erkannt und überprüft.
Wie oft werden die Daten aktualisiert?
Je nach Messstelle werden neue Werte meist alle 15 bis 30 Minuten übertragen.
Was bedeuten die Farben auf der Karte?
- Blau: normaler Wasserstand
- Gelb: erhöhter Wasserstand
- Rot: kritischer Wasserstand oder Hochwasserlage
- Grau: keine aktuellen Daten oder technische Störung
Warum zeigt ein Pegel keine aktuellen Daten?
Mögliche Gründe sind Wartungsarbeiten, leere Batterie, technische Störung, fehlende Funkverbindung oder Schäden durch Hochwasser.
Technik
Wie funktionieren die Messstellen?
Die meisten Messstellen nutzen Ultraschallsensoren. Diese werden oberhalb des Gewässers montiert und messen den Abstand zur Wasseroberfläche. Daraus wird der Wasserstand berechnet.
Wie werden die Daten übertragen?
Die Messstellen senden ihre Messwerte über das energieeffiziente LoRaWAN-Funknetz an ein Gateway. Das Gateway überträgt die Daten anschließend über LAN, WLAN oder Mobilfunk ins Internet. Je nach Standort kommen unterschiedliche Anbieter und Übertragungswege zum Einsatz. Die Daten werden anschließend automatisch verarbeitet und auf dieser Webseite veröffentlicht.
Können die Sensoren beschädigt werden?
Ja. Treibholz, Eisgang, angeschwemmtes Material oder extreme Hochwasserereignisse können Messstellen beschädigen.
Nutzung der Pegeldaten
Wie kann ich die Pegeldaten als Anwohner nutzen?
Die Pegeldaten helfen dabei, Entwicklungen an einem Bach zu beobachten, Veränderungen nach Starkregen besser einzuordnen und das eigene Risikobewusstsein zu stärken.
Kann ich mich bei Hochwasser automatisch benachrichtigen lassen?
Derzeit stehen die Pegeldaten öffentlich auf der Webseite zur Verfügung. Perspektivisch können Benachrichtigungen per E-Mail, Messenger oder andere Kanäle ergänzt werden.
Mitmachen
Wer betreibt die Messstellen?
Die Messstellen werden von ehrenamtlich engagierten Menschen aus Vereinen, Schulen, Feuerwehren, Kommunen und Projektpartnern betreut.
Können Schulen oder Jugendgruppen mitmachen?
Ja. Die Technik eignet sich sehr gut für Bildungsprojekte. Dabei lernen Teilnehmende Grundlagen zu Elektronik, Sensorik, Löten, Datenübertragung, Klimaanpassung und Hochwasservorsorge.
Warum gibt es an meinem Bach keinen Pegel?
Der Aufbau einer Messstelle erfordert geeignete Standorte, Technik, Finanzierung und Menschen, die sich um Betrieb und Wartung kümmern. Deshalb können nicht alle Gewässer gleichzeitig ausgestattet werden.
Ich wohne nicht in der Vulkaneifel. Können wir trotzdem einen Messpegel bekommen?
Ja. Die eingesetzte Technik kann grundsätzlich auch außerhalb der Vulkaneifel verwendet werden. Wir unterstützen gerne Initiativen, Kommunen, Vereine, Feuerwehren oder Bürgergruppen, die selbst eine Messstelle aufbauen möchten.
Wie können wir einen Pegel für unseren Bach bekommen?
Wenn Sie Interesse an einer Messstelle haben, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Gemeinsam prüfen wir:
- ob der Standort geeignet ist,
- welche Technik benötigt wird,
- ob eine Funkverbindung möglich ist,
- wie die Stromversorgung gelöst werden kann,
- und wie Betrieb und Wartung organisiert werden.
Was kostet eine Messstelle?
Die Kosten hängen vom Standort und der Ausstattung ab. Für eine einfache Messstelle sollten mehrere hundert Euro eingeplant werden. Fördermittel, Sponsoren oder Eigenleistungen können helfen, die Kosten zu reduzieren.
Können wir einen Pegel selbst bauen?
Ja. Viele Komponenten sind frei erhältlich. Mit etwas technischem Interesse kann eine Messstelle im Rahmen eines Workshops, Vereinsprojekts oder Bildungsangebots selbst aufgebaut werden.
Wie kann ich das Projekt unterstützen?
- einen Standort vorschlagen
- beim Aufbau helfen
- Wartung übernehmen
- eine Messstelle finanzieren oder sponsern
- Daten auswerten
- das Projekt bekannt machen
Kontakt
Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
Wenn Sie Fragen haben oder eine neue Messstelle anregen möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht.
Bitte beschreiben Sie möglichst kurz:
- den Standort,
- das Gewässer,
- die örtlichen Gegebenheiten,
- und Ihr Interesse am Projekt.
Gemeinsam prüfen wir dann die Möglichkeiten einer Umsetzung.








